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Alevitische Gemeinde HSK, Kultur- & Cemhaus e.V.
Adresse Lockweg 3 59846 Sundern
Telefon 02933 - 7847787
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Satzung

Alevitische Gemeinde Hochsauerlandkreis Kultur- und Cemhaus e.V. – Hochsauerlandkreis Alevi Toplumu Kültür ve Cemevi e.V. nachfolgend kurz: Alevitische Gemeinde HSK

§ 1 Name, Sitz, Eintragung, Geschäftsjahr

(1) Der Verein trägt den Namen Alevitische Gemeinde Hochsauerlandkreis Kultur- und Cemhaus e.V. - Hochsauerlandkreis Alevi Toplumu Kültür ve Cemevi e.V.

(2) Er hat den Sitz in Sundern

(3) Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Arnsberg eingetragen.

(4) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 ZWECK DES VEREINS

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige/mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Der vorrangige Zweck des Vereins ist:

• Förderung von Toleranz und internationaler Verständigung, Förderung des Zusammenlebens von Einwanderern und Einheimischen und der Völkerverständigung,

• Förderung von Erziehung und Bildung bei Kindern, Jugendlichen, Eltern

• Förderung von Integration und Teilhabe von Einwandererfamilien

• Förderung der Kinder- und Jugendhilfe, der interkulturellen Kunst- und Kulturarbeit

• Förderung des bürgerschaftlichen Engagements insbesondere bei Einwandererfamilien zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und religiöser Zwecke

• Der Verein setzt sich ein für die Befriedigung der religiösen, kulturellen und sozialen Bedürfnisse seiner Mitglieder und bemüht sich um die Integration der Aleviten in die deutsche Gesellschaft unter Bewahrung alevitischer Glaubensidentität und Kultur. Der Verein engagiert sich gegen jede Form von Diskriminierung - insbesondere gegen ethnische und religiöse Diskriminierung - und setzt sich ein für die von Diskriminierung Betroffenen.

• Ferner setzt sich der Verein dafür ein, dass an öffentlichen Schulen in Deutschland ein Religionsunterricht nach Bekenntnis und Selbstverständnis des alevitischen Glaubens eingeführt wird. Der Verein unterstützt Bestrebungen alevitischer Zusammenschlüsse, deren Ziel die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts im Sinne des Grundgesetzes ist.

Der vorrangige Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

• Allgemeine Bildungs- und Beratungsangebote für Eltern bzw. Familien

• Seminare, Kurse, Informationsveranstaltungen und andere Bildungsangebote für Eltern, Erzieher/innen und Schüler/ innen, insbesondere zum Erwerb der deutschen Sprache für alle Altersgruppen

• Schulische Fördermaßnahmen, Hausaufgabenhilfen, Sprachkurse für Schüler/innen

• Beratung, Unterstützung und Begleitung der Eltern in allen erzieherischen und schulbezogenen Fragen und Themen

• Beratung, Begleitung und Unterstützung von Kindern- und Jugendlichen in Krisensituationen

• Interkulturelle Feste, Fachtagungen, sonstige kulturelle Veranstaltungen (z.B. Lesungen, Ausstellungen), Fortbildungsseminare etc.

• Durchführung von Sport- und Freizeitangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

• Mitwirkung in allen kommunalen Gremien und Netzwerken, die zur Förderung der Integration eingerichtet sind

• Aufklärungsarbeit und Kampagnen zur Gewinnung von bürgerschaftlich Engagierten, insbesondere aus den Einwandererfamilien

• Informations- und Beratungsangebote für die spezifischen Belange von Seniorinnen und Senioren

• Schulungs- und Qualifizierungsangebote für ehrenamtlich Engagierte

• Kooperation mit anderen freien und öffentlichen Einrichtungen und Institutionen (RAAs, Integrationszentren, Integrationsbeiräten, Ratsfraktionen der Parteien, Kirchen und Moscheen u.a.), die vergleichbare Ziele verfolgen

• Veröffentlichungen in Printmedien und Internet zu allen satzungsrelevanten Themen / nachhaltige Öffentlichkeitsarbeit

• Der Verein informiert, berät, unterstützt und begleitet diskriminierte Personen, führt Informations- und Aufklärungsveranstaltungen.

• Der Verein führt ansonsten alle notwendigen Maßnahmen und Projekte durch und unterhält Einrichtungen, die der Zielerreichung dienen.

Darüber hinaus verfolgt der Verein das Ziel den alevitischen Glauben zu leben, zu erhalten und zu vermitteln. Der Verein errichtet für seine Mitglieder ein Gemeinde- und Gebetshaus ein und unterhält eine Bibliothek mit spezieller Literatur über die Glaubenslehre der Aleviten, über alevitische Kultur und ihre philosophischen Werte. Er setzt sich dafür ein, den Glaubensinhalt der Glaubensgemeinschaft und die gesamte Kulturtradition nach außen bekannt zu machen. In diesem Sinne fördert er säkulare, demokratische und moderne Werte und Ideen, insbesondere innerhalb der alevitischen Jugend im Rahmen der alevitischen Lehre und des Glaubens.

Die Alevitische Gemeinde HSK stellt seinen Mitgliedern die zur traditionellen Bestattung benötigten Räumlichkeiten zur Verfügung und ist bei Überführung und Abwicklung aller Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Bestattung seinen Mitgliedern behilflich.

§ 3 Selbstlosigkeit Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(1) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. (2) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

(1) Jede natürliche Person, die mindestens 16 Jahre ist und die Ziele des Vereins unterstützt, kann

Mitglied des Vereins werden. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.

(2) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

(3) Der Austritt eines Mitglieds ist zum Ende jeden Monats möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand unter Einhaltung einer Frist von 2 Wochen.

(4) Bei schweren Verstößen gegen die Ziele und Interessen des Vereins kann ein Mitglied durch Vorstandsbeschluss vom Verein ausgeschlossen werden. Der Vorstand muss vor einer Ausschlussentscheidung dem betroffenen Mitglied die Möglichkeit zur Anhörung anbieten. Wenn ein Mitglied trotz schriftlicher Mahnung mit seinem Beitrag für 3 Monate im Rückstand bleibt, kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden.

(5) Die Vorstandsentscheidung zum Ausschluss eines Mitglieds ist dem betroffenen Mitglied innerhalb von zwei Wochen mitzuteilen.

(6) Gegen die Ausschlussentscheidung des Vorstandes kann das betroffene Mitglied innerhalb einer Frist von einem Monat nach Mitteilung des Ausschlusses Einspruch einlegen. Dieser Einspruch muss bei der nächsten Mitgliederversammlung behandelt und abschließend beschieden werden.

§ 5 Beiträge

Die Mitglieder zahlen Beiträge nach Maßgabe eines Beschlusses der Mitgliederversammlung. Zur Festlegung der Beitragshöhe und – fälligkeit ist eine Zweidrittelmehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden stimmberechtigten Vereinsmitglieder erforderlich.

§ 6 Organe des Vereins Organe des Vereins sind:

• der Vorstand

• die Mitgliederversammlung

§ 7 Der Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus sieben (7) Haupt- und zwei (2) Ersatzmitgliedern.

(2) Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind: 1. Vorsitzender, 2. Vorsitzender, Sekretär. Jeweils zwei Mitglieder dieses geschäftsführenden Vorstands sind berechtigt, den Verein gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten.

(3) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt.

(4) Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist möglich. Der Vorsitzende wird von der Mitgliederversammlung in einem besonderen Wahlgang bestimmt.

(5) Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit so lange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind.

(6) Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Er hat insbesondere folgende Aufgaben: Erfüllung der Vereinszwecke, Durchführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

(7) Der Vorstand kann für die Geschäfte der laufenden Verwaltung einen Geschäftsführer bestellen. Dieser ist berechtigt, an den Sitzungen des Vorstands mit beratender Stimme teilzunehmen.

(8) Vorstandssitzungen finden jährlich mindestens zehn Mal statt. Die Einladung zu Vorstandssitzungen erfolgt durch den Vorsitzenden schriftlich unter Einhaltung einer Einladungsfrist von mindestens einer Woche. Vorstandssitzungen sind beschlussfähig, wenn mindestens drei der anwesenden Mitglieder dem Beschluss zustimmen.

(9) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit absoluter Mehrheit.

(10) Beschlüsse des Vorstands können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu dem Verfahren schriftlich oder fernmündlich erklären.

§ 8 Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung ist einmal jährlich einzuberufen.

(2) Eine außerordentliche Mitgliedersammlung ist einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert oder die Einberufung von 20 % der Vereinsmitglieder schriftlich und unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt wird.

(3) Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich durch den Vorstand unter Wahrung einer Einladungsfrist von mindestens vier Wochen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Es gilt das Datum des Poststempels. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist.

(4) Die Mitgliederversammlung als das oberste Beschluss fassende Vereinsorgan ist grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, sofern bestimmte Aufgaben gemäß dieser Satzung nicht einem anderen Vereinsorgan übertragen wurden.

Der Vorstand muss der Mitgliederversammlung einen Arbeitsbericht und einen Finanzbericht (Jahresabschluss) vorlegen. Darüber hinaus hat der Vorstand die Aufgabe, der Mitgliederversammlung jeweils einen von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer erstellten Finanzbericht vorzulegen. Der hierfür bestellte Wirtschaftsprüfer darf weder dem Vorstand noch einem vom Vorstand berufenen Gremium angehören und auch nicht Angestellte/r des Vereins sein.

Die Mitgliederversammlung entscheidet insbesondere über:

(1) Wahl, Abwahl und Entlastung des Vorstands

(2) Aufgaben des Vereins

(3) An- und Verkauf sowie Belastung von Grundbesitz

(4) Beteiligung an Gesellschaften

(5) Aufnahme von Darlehen ab Euro 3000

(6) Mitgliedsbeiträge (siehe § 5)

(7) Satzungsänderungen

(8) Auflösung des Vereins

(5) Jede satzungsmäßig einberufene Mitgliedersammlung wird als beschlussfähig anerkannt ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder. Jedes Mitglied hat 1 Stimme. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar.

(6) Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

§ 9 Änderung des Zwecks und Satzungsänderung

(1) Für die Änderung des Vereinszwecks und für andere Satzungsänderungen ist eine ¾ Mehrheit der erschienenen Vereinsmitglieder erforderlich. Über Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn auf diesen Tagesordnungspunkt bereits in der Einladung zur Mitgliederversammlung hingewiesen wurde und der Einladung sowohl der bisherige als auch der vorgesehene neue Satzungstext beigefügt worden waren.

(2) Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen müssen allen Vereinsmitgliedern alsbald schriftlich mitgeteilt werden.

§ 10 Anbindung bzw. Mitgliedschaft in einem alevitischen Dachverband

(1) Für eine Entscheidung den Verein an einen Dachverband anzubinden bzw. Mitglied in einer Dachorganisation zu werden, ist zunächst ein schriftlicher Antrag unterschrieben von mindestens 20 % der Mitglieder an den Vorstand zu stellen. Im Falle eines positiven Beschlusses seitens des Vorstandes, wird dieser Antrag auf den Tagesordnungspunkt der nächsten Mitgliederversammlung gesetzt. Der endgültige Beschluss über eine Anbindung bzw. Mitgliedschaft in einem alevitischen Dachverband erfordert eine ¾ Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.

§ 11 Beurkundung von Beschlüssen

Die Beschlüsse des Vorstandes (auch fernmündlich erzielte Entscheidungen) und der Mitgliederversammlung sind schriftlich niederzulegen und vom 1. Vorsitzenden bzw. von der Versammlungsleitung sowie von dem/r Protokollführer/in zu unterzeichnen.

§ 12 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung

(1) Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine ¾ Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.

(2) Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Paritätischen Wohlfahrtverband Landesverband NRW, der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige beziehungsweise mildtätige Zwecke zu verwenden hat.