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Alevitische Gemeinde HSK, Kultur- & Cemhaus e.V.
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Die Alevitischen Feier- Und Gedenktage (Teil2)
10. Oktober – Märtyrertod des Heiligen Hüseyin:
Der Enkel des Propheten Mohammed und Sohn des Heiligen Ali, Imam Hüseyin, wurde am 10. Oktober 680 n. Chr. in Kerbela mit 72 Gefolgsleuten gefoltert und ermordet, weil er sich der Tyrannei des Omaijadenführers Yazid I. nicht unterwarf. Die Unbeugsamkeit und beispiellose Widerstandsleistung des Imam Hüseyin machte ihn somit zur religiösen Symbolfigur gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Daher wird an das Martyrium von Kerbela in besonderem gedacht.
Das Opferfest (Kurban Bayramı) erinnert an Abraham und seine Bereitschaft, seinen Sohn Ismail zu opfern und die damit verbundene Gnade Gottes, ihm stattdessen einen Widder als Opfergabe vom Himmel herabzulassen. Daher wird dieses Fest zur Dankbarkeit an Gott gefeiert. Dieses viertägige Fest wird im Folgejahr immer um zehn Tage vorgezogen, da es vom Mondkalender bestimmt wird.
Fasten- u. Trauerzeit „Moharrem“:
Das Moharrem-Fasten beginnt immer 20 Tage nach dem 1. Tag des Opferfestes. Die 12- tägige Fastenzeit wird aufgrund des Martyriums von Kerbela und der ermordeten Nachkommen der Prophetenfamilie (Ehl-i Beyt) von tiefer Trauer (Yas-ı Matem) begleitet. Da das Nachempfinden und die Enthaltsamkeit im Zentrum dieser Trauer- u. Fastenzeit stehen, wird nach dem Abendessen bis zum Sonnenuntergang des Folgetages nichts gegessen und kein reines Wasser getrunken. Kleinkinder und Kranke
sind von dieser Pflicht befreit. Als Zeichen der Trauer wird am Ende der Fastenzeit ein Gedenkgottesdienst (Muharrem Cemi) zelebriert.
„Aşure“:
Im Anschluss an die Fasten- u. Trauerzeit „Moharrem“ wird eine Süßspeise (Aşure), als Symbol der Dankbarkeit für das Überleben des Imam Zeynel Abidin (Sohn des Heiligen Hüseyin) nach dem Massaker in Kerbela, aus 12 verschiedenen Zutaten, zumeist aus Trockenfrüchten und Weizen, gekocht und unter den Nachbarn, Bekannten sowie Verwandten verteilt und in der Gemeinde gemeinsam gegessen.